Ein hochrangiger britischer Sicherheitsbeamter drängt auf einen vorübergehenden Stopp von Kryptowährung-Spenden an politische Parteien und warnt davor, dass ausländische Regierungen dies ausnutzen könntenEin hochrangiger britischer Sicherheitsbeamter drängt auf einen vorübergehenden Stopp von Kryptowährung-Spenden an politische Parteien und warnt davor, dass ausländische Regierungen dies ausnutzen könnten

Stellt Krypto-Finanzierung ein Risiko für die britische Politik dar? Gesetzgeber fordert vorübergehendes Verbot

2026/02/27 07:00
2 Min. Lesezeit

Ein hochrangiger britischer Sicherheitsbeamter drängt auf einen vorübergehenden Stopp von Kryptowährung-Spenden an politische Parteien und warnt davor, dass ausländische Regierungen die schwer nachvollziehbare Natur digitaler Währungen ausnutzen könnten, um die britische Politik still und heimlich zu beeinflussen.

Matt Western, der Vorsitzende des gemeinsamen Ausschusses für nationale Sicherheitsstrategie, sendete am Montag einen Brief an Wohnungsbauminister Steve Reed und forderte die Regierung auf, zu handeln, bevor die Bedrohung weiter zunimmt.

Sechs Agenturen, keine klare Führung – und ein Problem, das weiter wächst

Westerns Bedenken gehen tiefer als nur Spenden. Er wies darauf hin, dass die Durchsetzung von Vorschriften rund um politische Finanzierung und ausländische Einmischung derzeit auf sechs separate Behörden aufgeteilt ist – die Wahlkommission, den Metropolitan Police Service, die Anti-Terror-Polizei, die National Crime Agency, MI5 und lokale Polizeikräfte.

Keine einzelne Agentur ist eindeutig verantwortlich. Laut Western lässt diese Führungslücke das Vereinigte Königreich schutzlos. Sein Brief empfiehlt die Schaffung einer dedizierten nationalen Polizeieinheit, die sich ausschließlich auf die Überwachung der politischen Finanzen und Risiken ausländischer Einmischung konzentriert – eine langfristige Lösung für das, was er als strukturelle Schwäche im gegenwärtigen System ansieht.

Er fügte hinzu, dass mit der Ausweitung der militärischen Rolle des Vereinigten Königreichs in Europa und seinen Positionen zu Themen wie der Ukraine sowie den Beziehungen zu den USA und der Europäischen Union, der Anreiz für externe Akteure, sich in die britische Politik einzumischen, nur zunehmen wird.

Strenge Regeln vorgeschlagen für jede akzeptierte Kryptowährung

Western forderte kein permanentes Verbot. Das von ihm vorgeschlagene Moratorium würde nur so lange bestehen bleiben, bis die Wahlkommission formelle gesetzliche Leitlinien zum Umgang mit Krypto-Spenden veröffentlicht.

Sobald diese Leitlinien veröffentlicht sind, würde der Stopp aufgehoben. Aber die Regeln, die er für zukünftige Kryptowährung-Spenden vorschlägt, sind streng. Berichten zufolge beinhalten Westerns Empfehlungen die Anforderung, dass politische Parteien nur Kryptowährung-Plattformen nutzen, die bei der Financial Conduct Authority, der britischen Finanzaufsichtsbehörde, registriert sind.

Spenden, die auf Mixing Services zurückzuführen sind – Tools, die häufig verwendet werden, um die Herkunft von Mitteln zu verschleiern – würden vollständig verboten. Jede von einer politischen Partei erhaltene Kryptowährung müsste innerhalb von 48 Stunden in reguläre Währung umgewandelt werden.

Western drängte auch auf eine strengere Überwachung politischer Spenden, einschließlich Überprüfungen der Vermögensquelle der Spender. Er forderte härtere Strafen für Verstöße gegen Wahlfinanzierungsgesetze und rief nach umfassenderen Befugnissen für die Wahlkommission, Banken und andere Institutionen zur Offenlegung der Herkunft gespendeter Mittel zu verpflichten.

Ausgewähltes Bild von Alamy, Diagramm von TradingView

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