Laut einer neuen wissenschaftlich geprüften Studie sterben Frauen weltweit während der Schwangerschaft und Geburt häufiger, wenn republikanische Präsidenten in den Vereinigten Staaten an die Macht kommen.
Eine in BMJ Global Health veröffentlichte Untersuchung ergab, dass die weltweite Hilfe für Familienplanung unter republikanischen Regierungen stark zurückgeht und um 48% steigt, wenn Demokraten die Regierung übernehmen, berichtete der Guardian am Mittwoch.
Für Länder, die stark von US-Hilfe abhängig sind, sind die Folgen verheerend. Mittelkürzungen korrelieren mit einem Anstieg der Müttersterblichkeit um 11% – etwa 45 zusätzliche Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten.
Das Muster geht auf Ronald Reagans globale Maulkorbregel von 1985 zurück, die die Bundesfinanzierung für jede ausländische Organisation blockiert, die Abtreibungsdienste anbietet, berät oder dafür eintritt. Die zyklische An- und Abschaltung der Regel – von republikanischen Präsidenten verhängt, von Demokraten aufgehoben – hat die Müttersterblichkeit in Lateinamerika um 16%, in Asien um 15% und in Afrika um 7% erhöht, obwohl die Müttersterblichkeit weltweit insgesamt zurückgegangen ist.
Unter Trump wurde die Politik massiv verschärft.
Seine Regierung hat USAID zerschlagen und mehr als 90% seiner Auszeichnungen für Familienplanung und reproduktive Gesundheit im Rahmen einer Politik namens „Protecting Life in Global Health Assistance" beendet.
Die Autoren der Studie stellten die bittere Ironie dieses Namens fest.
„Diese Ergebnisse unterstreichen die Anfälligkeit von Gesundheitssystemen gegenüber abrupten Veränderungen in der Geberpolitik und heben die Bedeutung einer stabilen internationalen Unterstützung für reproduktive Gesundheitsdienste hervor", schrieben sie.
„Obwohl die Politik namens Protecting Life in Global Health Assistance unter der Trump-Regierung darauf abzielt, Leben zu schützen, deuten unsere Ergebnisse stattdessen auf höhere Raten von Todesfällen bei Müttern im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt hin."


