Krypto-Influencer haben gerade eine neue Möglichkeit bekommen, auf X Geld zu verdienen. Die von Elon Musk kontrollierte Social-Media-Plattform hat am Wochenende stillschweigend ihr langjähriges Verbot von gesponserten Krypto-Inhalten rückgängig gemacht und ein bezahltes Partnerschafts-Kennzeichnungssystem eingeführt, das es Kreativen nun ermöglicht, ihre Krypto-Beiträge offen zu monetarisieren.
Es ist eine bemerkenswerte Veränderung für eine Plattform, die schon immer die inoffizielle Heimat der Kryptokultur war – aber die neuen Regeln kommen mit erheblichen Einschränkungen, mit denen nicht jeder zufrieden sein wird.
Gemäß der aktualisierten Richtlinie muss jeder Beitrag, bei dem eine Marke einen Nutzer für die Bewerbung eines Produkts oder einer Dienstleistung bezahlt oder belohnt, mit einem sichtbaren Label für bezahlte Partnerschaften versehen werden.
Laut X soll das Label für Ehrlichkeit zwischen Kreativen und ihren Followern sorgen. Nikita Bier, X's Produktleiter, sagte, der Schritt soll Menschen dabei helfen, ihr Geschäft auf der Plattform auszubauen, ohne die Transparenz zu opfern.
Aber hier wird es kompliziert. Das Verbot von Krypto-Promotionen wurde nicht überall aufgehoben. Berichten zufolge sind Influencer persönlich dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre bezahlten Krypto-Beiträge für Publikum in der Europäischen Union, Großbritannien und Australien nicht sichtbar sind – drei Märkte mit strengen Vorschriften für Finanzwerbung.
X führt diese Filterung nicht für sie durch. Die Last der Compliance liegt ganz beim Kreativen, was echte Fragen darüber aufwirft, wie konsequent diese geografischen Beschränkungen tatsächlich durchgesetzt werden.
Das aktualisierte Rahmenwerk schließt auch eine Reihe von Inhaltskategorien vollständig von bezahlten Promotionen aus. Laut X's überarbeiteten Richtlinien bleiben gesponserte Beiträge zu Alkohol, Waffen, Tabak, Freizeitdrogen, verschreibungspflichtigen Medikamenten, Dating-Diensten, Inhalten für Erwachsene und Nahrungsergänzungsmitteln verboten. Politische und gesellschaftliche Themen sind ebenfalls von der kommerziellen Nutzung ausgeschlossen.
X ist seit langem ein zentraler Treffpunkt für Kryptoprojekte, Communities und Händler. Ankündigungen, Token-Launches, Marktkommentare – vieles davon hat sich jahrelang auf dieser Plattform abgespielt.
Die Möglichkeit, nun bezahlte Labels an Krypto-Werbeinhalte anzuhängen, formalisiert, was bereits informell geschehen ist, und gibt Marken und Kreativen eine strukturierte, offizielle Möglichkeit zur Zusammenarbeit.
Ob dies eine Flut von Krypto-Promotion eröffnet, bleibt abzuwarten. Die geografischen Beschränkungen sind breit genug, um einen erheblichen Teil der globalen Krypto-Aktivität auszuschließen. Die EU und Großbritannien zusammen repräsentieren eine massive Basis von Krypto-Nutzern und Investoren, und jeder Influencer mit einer bedeutenden europäischen Followerschaft wird vorsichtig vorgehen müssen.
X Money und In-App-Trading am HorizontDas Krypto-Richtlinien-Update kommt, während X weiterhin an einem umfassenderen Finanzdienstleistungsangebot arbeitet. Berichte deuten darauf hin, dass Musk im Februar ankündigte, dass X Money – die geplante Zahlungsfunktion der Plattform – voraussichtlich innerhalb von zwei Monaten in einer begrenzten Beta gestartet wird, vor einem breiteren globalen Rollout.
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