US-Senator Chris Murphy hat angekündigt, ein Gesetz einbringen zu wollen, das sogenannte Prognosemärkte verbieten soll, da er sie als „korrupte und destabilisierende“ Plattformen bezeichnet.
Am 27. Februar sagte der demokratische Abgeordnete aus Connecticut, dass Personen mit Vorwissen über politische Ereignisse diese Märkte ausnutzen, um sich selbst finanziell zu bereichern.
Seine Ankündigung baut zudem auf Bedenken auf, die er bereits Anfang des Jahres zum Handel mit realen menschlichen Schicksalen vorgebracht hatte.
Um seine Meinung zu unterstreichen, teilte Murphy einen Screenshot der Polymarket-Wettquoten zu Militärschlägen in Israel und Gaza. Er wies darauf hin, dass sich die Quoten änderten, als es in der echten Welt zu größeren Spannungen kam.
Fachleute der Branche sagen jedoch, der Vorschlag des Senators setze regulierte inländische Plattformen mit ausländischen Anbietern gleich, die in den Vereinigten Staaten ohnehin verboten sind.
Tarek Mansour, Mitgründer der staatlich regulierten Prognosebörse “Kalshi”, widersprach der Sichtweise des Senators direkt.
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verbietet es inländischen Prognosemärkten streng, Derivateverträge über Terrorismus, Attentate oder Kriege anzubieten. Diese Regeln gelten auch für weitere Aktivitäten, die als nicht im öffentlichen Interesse gelten.
Befürworter der Branche sagen, Murphy nutze illegale ausländische Märkte, um ein generelles Verbot für Plattformen in den Vereinigten Staaten zu fordern, die sich aber bereits an strenge Gesetze halten, um solche Fälle zu verhindern.
Adam Cochran, ein bekannter Analyst für Finanzen und Krypto, unterstützte die Meinung von Mansour. Cochran betonte, dass ausländische Plattformen, die trotzdem US-Kunden bedienen, bereits häufig von der CFTC stark verfolgt werden.
Außerdem sagte er, dass inländische Prognosemärkte unter starker Kontrolle der US-Behörden laufen. Dieses System ist genau dazu gedacht, den Insiderhandel zu verhindern, den Murphy stoppen wolle.
Murphys Gesetzesvorschlag passt außerdem zu den Bemühungen, Insiderhandel in der schnell wachsenden Prognosemarktbranche einzudämmen.
Im Januar stellte der US-Abgeordnete Ritchie Torres aus New York einen neuen Gesetzesentwurf vor. Dieses Gesetz soll gezielt verhindern, dass Amtsträger oder gewählte Politiker in Prognosemärkten mit nicht-öffentlichen Informationen handeln dürfen.
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