Trotz deutlicher Kursschwankungen fließt erneut viel Kapital in US-amerikanische Bitcoin (BTC)-ETFs. Innerhalb von nur drei Handelstagen wurden mehr als 1 Milliarde US-Dollar investiert.
Das ist bemerkenswert, da der Bitcoin-Kurs weiterhin deutlich unter seinem jüngsten Höchststand liegt. Offenbar sehen große Investoren die aktuelle Phase jedoch als Gelegenheit, günstiger einzusteigen.
Ein Bitcoin-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der direkt Bitcoin kauft und verwahrt. Anleger können so über die reguläre Wertpapierbörse in Bitcoin investieren, ohne selbst eine Wallet oder eine Kryptobörse nutzen zu müssen.
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Laut Daten der Analyseplattform SoSoValue verzeichneten die US-Bitcoin-ETFs zwischen Dienstag und Donnerstag Nettozuflüsse in Höhe von insgesamt 1,02 Milliarden US-Dollar.
Besonders der Mittwoch stach mit über 506 Millionen US-Dollar an neuen Investitionen hervor – der stärkste Tag seit Wochen. ETF-Analyst Nate Geraci erklärt, dass Investoren gezielt die Kursschwäche nutzen. Mit anderen Worten: Sie kaufen den Dip und bauen ihre Positionen aus.
Seit dem Rekordhoch von Bitcoin im Oktober sind rund 6,5 Milliarden US-Dollar aus diesen Fonds abgeflossen. Das klingt erheblich, relativiert sich jedoch im Vergleich zu den etwa 55 Milliarden US-Dollar, die seit Januar 2024 insgesamt in diese Produkte investiert wurden.
Die jüngste Erholung folgt auf fünf Wochen anhaltender Abflüsse. Besonders Ende Januar war der Verkaufsdruck stark, als innerhalb von zwei Wochen fast 2,82 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden.
Die Trendwende wurde maßgeblich vom iShares Bitcoin Trust von BlackRock getragen, der an einem einzigen Tag mehr als 275 Millionen US-Dollar anzog. Andere Fonds verzeichneten gemischte Ergebnisse, doch insgesamt drehte die Stimmung wieder ins Positive.
Auffällig ist zudem, dass sich Bitcoin zunehmend von traditionellen Risikoanlagen entkoppelt. Daten zeigen, dass die Korrelation mit Aktien deutlich abgenommen hat.
In den vergangenen sechs Monaten fiel Bitcoin um 43 Prozent. Im gleichen Zeitraum legte der S&P 500 – ein breiter Index des US-Aktienmarktes – um 7 Prozent zu.
Gold entwickelte sich noch stärker und gewann 51 Prozent an Wert. Damit blieb Bitcoin sowohl hinter Aktien als auch hinter Edelmetallen deutlich zurück.
In früheren Jahren bewegten sich Bitcoin und Aktien häufig im Gleichklang: In Phasen wirtschaftlicher Expansion stiegen beide Märkte, in Krisenzeiten fielen sie gemeinsam. Dieses Muster scheint nun aufgebrochen. Während traditionelle Märkte neue Höchststände erreichen, sucht Bitcoin weiterhin nach Stabilität.
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