Der iranische Rial ist auf ein historisches Tief von etwa 1,63 Millionen pro US-Dollar zum 19.02.2026 gefallen, was eine dramatische Verschlechterung der Währungsstabilität des Landes markiert.
In den letzten 12 Monaten hat der Rial rund 75% seines Wertes verloren, was eine Wirtschaftskrise vertieft, die Analysten mit dem Zusammenbruch des libanesischen Bankensystems von 2019 vergleichen.
Beobachter bemerken auffallende Ähnlichkeiten zwischen Irans aktueller monetärer Turbulenz und dem finanziellen Zusammenbruch des Libanon. Der Zugang zu Hartwährung über formelle Bankkanäle ist zunehmend eingeschränkt worden, was Bürger dazu drängt, alternative Mittel zur Vermögenserhaltung zu suchen.
Die Inflation wird auf etwa 40% bis 50% geschätzt, was die Kaufkraft erheblich untergräbt. Da das Vertrauen in die lokale Währung abnimmt, wenden sich Haushalte digitalen Vermögenswerten zu, was einige als "digitale Flucht" in die Sicherheit beschreiben.
So wie der Libanon während seiner Krise einen Anstieg der Nutzung von Dollar-gestützten Stablecoins erlebte, hat Iran eine zunehmende Beteiligung an Krypto-Märkten gesehen. Schätzungen deuten darauf hin, dass das inländische Krypto-Ökosystem zwischen 7,78 Milliarden und 10 Milliarden Dollar im Jahr 2025 erreichte.
Irans Krypto-Landschaft hat sich zu zwei parallelen Ebenen entwickelt.
Auf der einen Seite konvertieren Haushalte der Mittelschicht Berichten zufolge Ersparnisse in Bitcoin und Stablecoins, um Gelder außerhalb traditioneller Bankensysteme zu bewegen. Während Protestwellen zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 zeigten Blockchain-Daten einen Anstieg der Bitcoin-Abhebungen in persönliche Wallets, was auf Kapitalflucht über staatlich kontrollierte Kanäle hinaus hindeutet.
Auf der anderen Seite deuten Berichte darauf hin, dass auch staatlich verbundene Einheiten ihre Krypto-Aktivitäten ausgeweitet haben. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) machen schätzungsweise etwa die Hälfte der On-Chain-Aktivitäten innerhalb des Landes aus. Währenddessen soll die Zentralbank des Iran während 2025 über 500 Millionen Dollar in USDT erworben haben, möglicherweise um den grenzüberschreitenden Handel unter Sanktionen zu erleichtern.
Der Währungskollaps hat eine spürbare wirtschaftliche Belastung ausgelöst. Grundnahrungsmittel wie Fleisch und Speiseöl sind für viele Haushalte zunehmend unerschwinglich geworden. Der wirtschaftliche Druck hat auch die Auswanderung angeheizt, wobei Berichten zufolge jährlich Zehntausende von Studenten und Tausende von Gesundheitsfachkräften das Land verlassen.
Proteste intensivierten sich, nachdem der Rial Ende 2025 die Schwelle von 1,4 Millionen überschritt, und Unruhen haben sich bis Anfang 2026 fortgesetzt. Die Entwicklung deutet auf eine längere Phase wirtschaftlicher und sozialer Instabilität hin, während sich die Währungskrise vertieft.
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