Der Monero-Kurs ist in den letzten 24 Stunden um etwa zwei Prozent gefallen und im letzten Monat fast 31 Prozent gesunken. Seit dem Höchststand von circa 799 USDer Monero-Kurs ist in den letzten 24 Stunden um etwa zwei Prozent gefallen und im letzten Monat fast 31 Prozent gesunken. Seit dem Höchststand von circa 799 US

Monero: Nach 65-Prozent-Kursabsturz kein Boden in Sicht – Droht jetzt die 150-USD-Gefahr?

2026/02/10 18:30
5 Min. Lesezeit

Der Monero-Kurs ist in den letzten 24 Stunden um etwa zwei Prozent gefallen und im letzten Monat fast 31 Prozent gesunken. Seit dem Höchststand von circa 799 USD Mitte Januar hat XMR bereits mehr als 65 Prozent verloren. Nach dem Absturz auf 276 USD gab es eine Erholung, die den Kurs wieder in den Bereich um 330 USD brachte. Auf den ersten Blick sah das nach einer Stabilisierung nach starkem Verkauf aus.

Auf den zweiten Blick zeigt sich aber ein anderes Bild.


Bärenflagge und gleitende Durchschnitte: Abwärtstrend bleibt bestehen

Im Tageschart bewegt sich Monero aktuell in einer sogenannten Bärenflagge.

Eine Bärenflagge entsteht, wenn der Kurs stark fällt und danach in einer engen Spanne seitwärts oder leicht nach oben geht. Dieses Muster ist oft nur eine kurze Pause, bevor es weiter abwärts geht. Es zeigt meistens keine Trendumkehr an. Beim XMR war der Fall von 799 USD auf 276 USD der sogenannten Flaggenmast. Die aktuelle Seitwärtsbewegung im Kurs bildet jetzt die Flagge.

Solange der Kurs in dieser Spanne bleibt, bleibt der Abwärtstrend bestehen. Ein Durchbruch unter die untere Grenze kann eine weitere starke Abwärtsbewegung auslösen.

Trend-Anzeigen bestätigen diesen Eindruck.

Exponentielle gleitende Durchschnitte, oft EMAs genannt, sind gewichtete Durchschnittswerte, die neueren Daten mehr Bedeutung geben. Sie helfen dabei zu erkennen, ob der Trend stärker oder schwächer wird. Wenn kürzere EMAs unter längere EMAs fallen, zeigt das eine Schwächung des Trends an.

Zurzeit nähert sich Moneros 50-Tage-EMA der 100-Tage-EMA. Gleichzeitig bewegt sich der 20-Tage-EMA auf den 200-Tage-EMA zu.

Bärische XMR KursstrukturBärische XMR Kursstruktur: TradingView

Diese sich entwickelnden bärischen Überkreuzungen deuten darauf hin, dass die kurzfristige Dynamik weiter nachlässt. Sollte es zu diesen Überkreuzungen kommen, während der XMR-Kurs an der unteren Grenze der Flagge notiert, könnte sich das Abwärts-Szenario bestätigen.


Spot-Flows: Anleger nutzen Aufschwünge zum Ausstieg statt zur Akkumulation

Daten zu den Exchange-Flows zeigen, wie sich Investoren in dieser Phase verhalten.

Anfang Februar gab es beim Monero kurzzeitig starke Abflüsse (Kaufdruck). In der Woche bis zum 2. Februar lagen die Nettoabflüsse bei rund 7,1 Mio. USD. Das zeigte, dass nach dem Crash einige Käufer eingestiegen sind.

Diese Unterstützung war allerdings schnell wieder verschwunden.

Schon in der Woche bis zum 9. Februar drehte sich der Fluss und es gab Nettozuflüsse von etwa 768.000 USD. Es wurde also wieder mehr XMR auf die Börsen transferiert. Diese Veränderung trat auf, als der Kurs auf 276 USD fiel und dann auf 327 USD stieg.

Positive FlowsPositive Flows: Coinglass

Das ist wichtig: Sobald der Kurs stieg, haben viele vermutlich wieder verkauft. Statt auf eine Erholung zu setzen, haben etliche Investoren das Hoch genutzt, um Bestände abzubauen. Viele haben also Verluste realisiert, während nur wenige nachgekauft haben.

Drehen Abflüsse in Zuflüsse während einer Seitwärtsphase, ist das meist ein Zeichen für Verteilung. Es kommt wieder mehr Angebot auf den Markt. Ohne starke Nachfrage am Spotmarkt können Aufwärtsbewegungen kaum anhalten. Das erklärt auch, warum die letzten Anstiege so schwach waren. Käufer sind nicht stark genug, um das Angebot aufzunehmen.

Da die Nachfrage am Spotmarkt nachlässt, liegt der Fokus jetzt auf den Derivatehändlern. Doch auch die sind vorsichtiger geworden.


Sinkendes Open Interest und schwache Funding-Rate bremsen das XMR-Erholungspotenzial

Derivatemärkte zeigen, wie sicher sich Händler fühlen und wie viel Hebel sie nutzen. Open Interest misst dabei, wie viel Wert in offenen Futures steckt. Steigendes Open Interest heißt, dass Trader Positionen aufbauen. Sinkt es, ziehen sie sich zurück oder schließen Positionen.

Mitte Januar lag Moneros Open Interest bei rund 279 Mio. USD. Am 10. Februar waren es nur noch etwa 110 Mio. USD. Das sind über 60 Prozent Rückgang.

Open Interest fällt starkOpen Interest fällt stark: Coinglass

So ein starker Rückgang zeigt, dass weniger Hebel eingesetzt wird. Händler gehen momentan weniger Risiken ein, statt sich auf eine große Erholung vorzubereiten.

Zugleich bleiben die Funding-Raten leicht positiv. Funding zeigt, welche Seite bei Futures überwiegt. Bei positiver Funding-Rate setzen mehr Trader auf steigende Kurse, bei negativer Rate sind Short-Positionen stärker.

Die Funding-Rate bei XMR ist leicht positiv. Das heißt, die meisten Trader sind noch immer bullisch eingestellt. Ohne steigendes Open Interest fehlt diesem Optimismus aber die Kraft.

Gewichtete Finanzierungsrate für XMRGewichtete Finanzierungsrate für XMR: Coinglass

Diese Kombination ist schwach. Es nehmen weniger Trader teil, trotzdem ist die Zuversicht noch nicht vollständig verschwunden. Zudem ist die Chance auf einen Short Squeeze gering. Ein Short Squeeze benötigt viele stark bärische Positionen. Fehlt dieser Druck, ist ein schneller Anstieg nach oben unwahrscheinlich.

Da der Hebel sinkt und Käufer im Spotmarkt zögern, fehlt dem Kurs Kraft für eine anhaltende Erholung.


Warum die 150-USD-Marke jetzt zum wichtigen Ziel für den Monero-Kurs wird

Da technische, Spot- und Derivativesignale in die gleiche Richtung zeigen, werden die unteren Kursmarken immer wichtiger.

Die erste große Unterstützung liegt bei 314 USD. Dieser Bereich passt zu den jüngsten Tiefpunkten und der unteren Begrenzung der Bärenflagge. Ein klarer Bruch darunter würde wahrscheinlich bestätigen, dass es weiter nach unten geht.

Fällt die Marke von 314 USD, öffnet sich der Weg nach unten schnell.

Die nächste wichtige Nachfragezone liegt laut einem wichtigen Fibonacci-Retracement bei 150 USD. Ein Rückgang vom aktuellen Stand auf 150 USD wäre erneut ein Minus von über 50 Prozent und würde zur Größe des ersten Falls passen.

Monero-KursanalyseMonero-Kursanalyse: TradingView

Unterhalb von 150 USD gibt es tiefere Marken wie 114 USD und 88 USD. Aber 150 USD ist die wichtigste Zone, bei der langfristige Käufer realistischerweise wieder aktiv werden könnten, gerade wegen der psychologischen Bedeutung. Deshalb ist dies derzeit die zentrale Marke nach unten.

Im Moment bleibt Monero gefangen zwischen schwacher Nachfrage und ständigem Verkaufsdruck. Die Bärenflagge zeigt eine Seitwärtsphase, aber keine Erholung. Die Ströme im Spotmarkt deuten auf Verkäufe statt auf Sammeln. Das offene Interesse geht zurück und nicht voran. Die Finanzierungsrate zeigt zwar Optimismus, aber keine echte Entschlossenheit.

Um das bärische Muster zu schwächen und ungültig zu machen, müsste der Monero-Kurs auf Tagesbasis über 350 USD und 532 USD schließen.

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