Daten von CryptoQuant verdeutlichen eine anhaltende strukturelle Realität im Kryptowährungsmarkt: Trotz jahrelanger Kritik und wiederholter Dezentralisierungsversuche dominiert Binance weiterhin die Kapitalflüsse, die tatsächlich die Preise bewegen.
Das Diagramm, das Spot-Handel und Futures-Aktivitäten über verschiedene Börsen hinweg vergleicht, zeigt, dass Binance seit Anfang 2023 durchgängig zwischen 65% und 80% des gesamten Handelsvolumens kontrolliert hat. Diese Dominanz erstreckt sich sowohl auf Spot- als auch auf Derivatemärkte und zeigt, dass der Großteil des preisbestimmenden Kapitals auf einer einzigen Plattform konzentriert bleibt.
Im gesamten Jahr 2023 war Binances Führungsposition besonders ausgeprägt. Andere Börsen bedienten hauptsächlich Einzelhandels- und regionale Nachfrage, während Binance größeres, direktionaleres Kapital konzentrierte. Diese Struktur führte zu klareren Trends und entschlosseneren Marktbewegungen, da die Liquidität zentralisiert statt fragmentiert war.
Im Jahr 2024 stiegen die Volumen auf konkurrierenden Börsen an, was den Anschein eines stärker verteilten Marktes erweckte. Die Daten zeigen jedoch, dass diese Streuung nicht zu einer Verschiebung der Kontrolle führte. Binance behielt seine führende Rolle bei, insbesondere bei Derivaten, wo Hebel und direktionale Positionierung am einflussreichsten für die Preisbildung sind.
Der Zeitraum 2025–2026 verstärkt dieses Muster. Während andere Börsen gelegentlich Volumenspitzen verzeichneten, waren diese Bewegungen kurzlebig und konnten keine nachhaltige Dynamik aufbauen. Im Gegensatz dazu absorbierte Binance konsequent Liquidität während Phasen erhöhter Volatilität, Unsicherheit und Marktstress.
Dieses Verhalten deutet auf eine klare Unterscheidung hin, wie Risiken über verschiedene Plattformen hinweg eingegangen werden. Binance bleibt der primäre Ort für gehebelte und aggressive Positionierung, während Aktivitäten auf anderen Börsen eher spot-orientiert und defensiv erscheinen. Wenn Händler Exposure suchen, konzentrieren sie sich auf Binance. Wenn sie Risiken reduzieren, tun sie dies anderswo.
Hohe Binance-Dominanz korreliert mit stärkeren Trends und höherer Volatilität, da konzentrierte Hebelwirkung direktionale Bewegungen verstärkt. Umgekehrt fallen Zeiträume, in denen andere Börsen relative Anteile gewinnen, tendenziell mit schwächeren Rallyes zusammen, die Schwierigkeiten haben, nachhaltige Dynamik aufrechtzuerhalten.
Trotz fortlaufender Bemühungen, eine mehrzentrische Marktstruktur zu schaffen, gravitiert Kapital wiederholt zu Binance zurück, wenn es am wichtigsten ist. Dieses Verhalten impliziert, dass institutionelle Teilnehmer und Großinhaber Binance weiterhin als tiefste und zuverlässigste Liquiditätsquelle betrachten.
Die Daten deuten nicht darauf hin, dass alternative Börsen irrelevant sind. Stattdessen zeigen sie, dass diese eine unterstützende Rolle spielen und keine preisbestimmende. Marktstress, wichtige Trendverschiebungen und Volatilitätsereignisse entstehen weiterhin dort, wo die Liquidität am tiefsten ist.
Die CryptoQuant-Daten machen vorerst einen Punkt deutlich: Ungeachtet der Kritik bleibt Binance das Rückgrat der Krypto-Marktliquidität.
Der Beitrag Warum die meiste echte Krypto-Liquidität immer noch über Binance läuft erschien zuerst auf ETHNews.


