Die aktuelle Korrektur auf dem Kryptomarkt zeigt laut der Investmentbank Jefferies noch wenig Signale für einen schnellen Boden. In einem neuen Forschungsbericht stellt die Bank fest, dass der Rückgang vor allem durch abnehmende Liquidität und Risikoaversion bei großen Anlegern getrieben wird und nicht durch sich verschlechternde Fundamentaldaten innerhalb des Sektors.
Das macht das aktuelle Marktbild weniger düster, als die Kursentwicklungen auf den ersten Blick vermuten lassen.
Laut der amerikanischen Investmentbank Jefferies ist es noch zu früh, um zu schlussfolgern, dass der Kryptomarkt seinen Tiefpunkt hinter sich gelassen hat. Im Bericht stellt die Bank fest, dass es zwar stabilisierende Signale unter der Oberfläche gibt, aber das Risiko weiterer Kursrückgänge vorerst bestehen bleibt. Das aktuelle Sentiment wird laut Jefferies vor allem durch breitere Entwicklungen auf den Finanzmärkten bestimmt.
Der Preis von Bitcoin liegt zum Zeitpunkt des Schreibens 40 bis 45 Prozent unter dem Höchststand von etwa 106.500 Euro, der im Oktober 2025 erreicht wurde. Solche Rückgänge nähren erneut die bekannte Erzählung vom Kryptowinter, aber Jefferies macht dazu deutliche Einschränkungen.
Die Bank beschreibt den aktuellen starken Rückgang als sogenannte Risk-off-Korrektur. Damit meint Jefferies, dass Anleger weltweit Risiken meiden aufgrund knapper werdender Liquidität und nicht, weil die Technologie hinter Krypto versagt.
Dennoch sieht Jefferies deutliche Gründe, vorsichtig zu bleiben. Ein wichtiger Druckpunkt bleibt das Verhalten institutioneller Parteien. Jefferies weist auf anhaltende Verkäufe durch große Bitcoin-Halter und anhaltende Nettoabflüsse aus Börsenfonds hin.
Gleichzeitig sieht die Bank, dass kleinere und mittlere Halter ihre Positionen größtenteils halten. Auch Handelsvolumen auf zentralisierten Börsen und Aktivität innerhalb dezentraler Kreditplattformen scheinen sich nach früheren Spitzen zu stabilisieren. Das deutet darauf hin, dass es keine massiven Panikverkäufe unter einer breiten Gruppe von Nutzern gibt.
Laut Jefferies ist die Unterscheidung zwischen Preis und Nutzung hier entscheidend. Trotz niedrigerer Kurse bleibt die Netzwerkaktivität auf einem stabilen Niveau und es gibt immer noch Unternehmen, die Bitcoin zu ihrer Bilanz hinzufügen. Das deutet darauf hin, dass die zugrunde liegende Infrastruktur wie vorgesehen funktioniert, selbst in einem unruhigen Marktumfeld.
Die Bank ist daher vorsichtig, aber nicht ausgesprochen negativ. Auf längere Sicht sieht Jefferies mögliche Katalysatoren in weiterer Regulierung, reiferer Infrastruktur und einer größeren Rolle für traditionelle Finanzakteure.
Anstelle einer breiten Erholung erwartet die Bank eher Unterschiede untereinander, wobei Projekte mit realistischen Zielen sich abheben können, sobald das Marktsentiment sich dreht.
Het bericht Jefferies: Noch kein Boden in Sicht, aber Chancen für starke Kryptos verscheen eerst op Crypto Insiders.


