Neue On-Chain Daten zeigen, dass Ethereum im Wert von über 1,7 Milliarden Dollar einer Liquidation ausgesetzt sein könnte, wenn die Preise auf bestimmte Niveaus fallen. Mehrere große Positionen verteilen sich auf drei Hauptzonen. Diese Zonen fungieren nun als Druckpunkte für den Markt.
Zum Zeitpunkt des Berichts wird ETH nahe 1.896 Dollar gehandelt. Die Liquidationsniveaus liegen jedoch deutlich niedriger. Wenn der Preis in diese Bereiche fällt, könnten große Mengen an ETH zum Verkauf gezwungen werden. Dies könnte die Volatilität am gesamten Markt erhöhen.
Das größte Risiko kommt von Trend Research. Das Unternehmen hält etwa 356.150 ETH. Dieser Bestand ist zu heutigen Werten rund 671 Millionen Dollar wert. Die Spanne ihrer Liquidation liegt zwischen 1.562 und 1.698 Dollar. Das bedeutet, dass ein Rückgang von 10% bis 17% vom aktuellen Preis zu Zwangsverkäufen führen könnte. Sollte dies eintreten, könnte der Markt starken Abwärtsdruck erleben. Trend Research baute diese Position mit geliehenen Mitteln auf. Aufgrund dieser Hebelwirkung wird die Position empfindlicher gegenüber Preisschwankungen. Selbst ein moderater Rückgang könnte eine Liquidationskette auslösen.
Die nächste große Zone betrifft Ethereum-Mitbegründer Joseph Lubin und zwei unbekannte Wale. Zusammen halten sie etwa 293.302 ETH. Dies entspricht einem Wert von ungefähr 553 Millionen Dollar. Ihre Liquidationsniveaus liegen zwischen 1.329 und 1.368 Dollar. Dieser Bereich liegt deutlich niedriger als die erste Zone. Es würde einen tieferen Marktrückgang erfordern. Sollte jedoch die erste Zone ausgelöst werden, könnte dies die Preise in Richtung dieser zweiten Zone drücken. So laufen Liquidationskaskaden normalerweise ab. Ein Zwangsverkauf führt zum nächsten.
Die letzte große Zone gehört einer Gruppe namens 7 Siblings. Diese Entität hält etwa 286.733 ETH im Wert von rund 541 Millionen Dollar. Ihre Liquidationsniveaus liegen nahe 1.075 und 1.029 Dollar. Dies ist die niedrigste Zone im Bericht. Sie würde nur bei einem schweren Marktcrash ausgelöst werden. Sollten jedoch die oberen Zonen zu liquidieren beginnen, könnten sie eine Kettenreaktion auslösen. In früheren Marktzyklen haben solche Kaskaden in kurzer Zeit zu starken Preisrückgängen geführt.
Liquidationsniveaus wirken wie verborgene Druckpunkte. Wenn Preise in diese Zonen fallen, beginnen automatisierte Systeme mit dem Verkauf von Vermögenswerten. Dies schützt Kreditgeber, erhöht aber den Marktstress. Große gehebelte Positionen verstärken diesen Effekt. Wenn Wale stark auf Kredit setzen, erhöhen sie auch das Risiko plötzlicher Ausverkäufe. Derzeit wird ETH noch über allen drei Zonen gehandelt. Das gibt dem Markt etwas Spielraum. Dennoch beobachten Händler diese Niveaus genau. Wenn sich der Preis in ihre Richtung bewegt, könnte die Volatilität sehr schnell zurückkehren.
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