Institutionelle Händler erhalten neuen Onchain-Zugang, da Ripple Prime Hyperliquid integriert und Krypto-Derivate-Tools in einer einzigen risikoverwalteten Umgebung erweitert.
Ripple hat das dezentralisierte Derivate-Protokoll Hyperliquid in seine institutionelle Prime Brokerage-Plattform integriert und bietet Kunden direkten Zugang zur Onchain Perpetual-Futures-Liquidität der Börse. Allerdings bleiben Margin-Verwaltung und Risikokontrolle innerhalb von Ripple Prime zentralisiert, wodurch institutionelle Arbeitsabläufe erhalten bleiben.
Das Unternehmen erklärte, dass Kunden in der Lage sein werden, DeFi (Dezentralisierte Finanzen)-Derivate-Engagements neben Positionen in anderen unterstützten Märkten über Cross-Margin zu verwalten. Darüber hinaus zielt diese Einrichtung darauf ab, DeFi-Liquidität mit traditioneller Risikoaufsicht zu kombinieren und richtet sich an professionelle Portfolio-Manager.
Ripple Prime unterstützt derzeit eine Reihe traditioneller Vermögenswerte, darunter Devisen, festverzinsliche Instrumente, außerbörsliche Swaps und andere Produkte. Die Plattform fungiert als zentrale Zugangsstelle für Institutionen, die Multi-Asset-Strategien durchführen, und bietet zentralisierte Risikokontrolle und verbesserte Kapitaleffizienz für ihre Portfolios.
Mit der Hyperliquid-Verbindung können institutionelle Kunden nun Cross-Margin-Krypto-Derivate-Positionen in dezentralisierten Märkten mit Engagements in vertrauteren Anlageklassen abstimmen. Allerdings werden die Positionen weiterhin innerhalb von Ripples Brokerage-Stack überwacht, was für Firmen attraktiv sein könnte, die konsolidierte Berichterstattung und Compliance benötigen.
Hyperliquid hat sich schnell zur größten dezentralisierten Börse für Perpetual-Kontrakte entwickelt und zieht sowohl krypto-native als auch traditionelle Händler an. Mitte Januar hatte die Plattform 5 Milliarden US-Dollar an offenen Positionen und 200 Milliarden US-Dollar an monatlichem Handelsvolumen überschritten und damit mehrere konkurrierende Derivate-Handelsplätze übertroffen.
Darüber hinaus hat Hyperliquid seine Expansion über Perpetuals auf wichtige Token hinaus in den tokenisierten Rohstoffhandel und andere experimentelle Märkte vorangetrieben. Diese breitere Produktpalette unterstützt die strategische Logik der Integration, da Institutionen alternative Rendite- und Absicherungsmöglichkeiten erkunden.
Der jüngste Anstieg der Börse bei tokenisierten Rohstoffaktivitäten, einschließlich Silber-Futures, hat dazu beigetragen, dass ihr HYPE-Token während des laufenden Marktausverkaufs besser abschnitt. Das Team hört jedoch nicht bei Rohstoffen auf; die Plattform visiert auch Prognosemärkte als neuen Wachstumsbereich an.
Diese Entwicklungen positionieren Hyperliquid als mehr als eine typische dezentralisierte Perpetuals-Börse und verwandeln sie potenziell in ein Multi-Markt-DeFi-Handelszentrum. Für Institutionen, die über Ripple Prime darauf zugreifen, könnte dies in neue Instrumente sowohl für Spekulation als auch für Absicherung umgesetzt werden.
Die Partnerschaft baut auf breiteren Interoperabilitätstrends in den digitalen Vermögensmärkten auf. Anfang dieses Jahres startete Flare – eine auf Interoperabilität fokussierte Blockchain – den ersten XRP-Spot-Markt auf Hyperliquid mit der Auflistung von FXRP. Allerdings konzentriert sich Ripples jüngster Schritt auf den Derivate-Zugang über seine institutionelle Plattform statt auf den einzelhandelsorientierten Spot-Handel.
Diese Unterscheidung unterstreicht Ripples Schwerpunkt auf professionellem Kapital, wo konsolidierte Sicherheiten, Prime-Services und integriertes Clearing oft wichtiger sind als isolierter DeFi-Zugang.
Ripple startete seine Prime-Plattform Ende 2025 nach der 1,25 Milliarden US-Dollar-Übernahme des Prime-Brokerage-Unternehmens Hidden Road. Der Deal legte den Grundstein für eine breitere digitale Vermögenswerte und Multi-Asset-Brokerage-Strategie, die sich an Banken, Fonds und Handelsunternehmen richtet.
Seit dem Start wurde der Service als Gateway für Institutionen positioniert, um sowohl traditionelle Märkte als auch Krypto-Liquidität unter einem einheitlichen Risiko- und Sicherheitenmodell zu erschließen. Die Hyperliquid-Integration markiert jedoch einen der klarsten Schritte zur direkten Einbettung dezentralisierter Märkte in diese Prime-Brokerage-Umgebung.
Unter der neuen Konfiguration können institutionelle Händler auf Hyperliquids Onchain-Perpetuals-Liquidität zugreifen, während Risiko, Margin und Operationen in derselben Benutzeroberfläche verankert bleiben, die sie für Devisen und festverzinsliche Anlagen verwenden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die operative Reibung für Allokierer zu verringern, die DeFi-Engagement wünschen, ohne ihre gesamte Infrastruktur neu aufzubauen.
Darüber hinaus zielt das Modell darauf ab, die Kapitaleffizienz zu verbessern, indem es Cross-Margining von dezentralisierten Derivaten mit traditionellen Instrumenten ermöglicht, was ein zentrales Ziel für jedes moderne institutionelle Prime Brokerage ist.
Branchenbeobachter sehen diese Art von Integration als einen Schritt hin zu einer tieferen Konvergenz zwischen zentralisierten Finanzen und DeFi-Infrastruktur. Der Schritt ermöglicht es Institutionen, mit Onchain-Perpetuals und neueren Produkten wie tokenisierten Rohstoffen oder Prognosemärkten zu experimentieren, während etablierte Risikostandards beibehalten werden.
Zusammenfassend erweitert die Hyperliquid-Verbindung die Rolle von Ripple Prime als institutionelle Zugangsebene und verbindet traditionelle Märkte, digitale Vermögenswerte und aufkommende dezentralisierte Derivate innerhalb einer einzigen, risikoverwalteten Prime-Umgebung.


