Bitcoin (BTC) steht vor einem Test seiner Sensibilität gegenüber der traditionellen Finanzwelt, da zwei wichtige Makroereignisse am Mittwoch, den 28.01.2026, zusammentreffen.
Die kurzfristige Entwicklung der Kryptowährung könnte durch die US-Rohöllagerbestandsdaten und die Zinsentscheidung der Federal Reserve beeinflusst werden, wobei beide die Macht haben, marktweite Erwartungen hinsichtlich Inflation und Liquidität zu verschieben.
Der On-Chain-Techniker GugaOnChain bezeichnete den 28. Januar als „Super-Mittwoch" für die globalen Märkte und verwies auf die US-Rohöllagerbestände und das Treffen der Federal Reserve als parallele Risikoereignisse.
Laut ihnen wurden die West Texas Intermediate Rohöl-Futures für März bei etwa 61 $ pro Barrel abgerechnet, was einem Tagesrückgang von etwa 0,7 % entspricht, während das offene Interesse um mehr als 21.000 Kontrakte fiel. Sie stellten fest, dass die rückläufige Beteiligung an den Ölmärkten darauf hindeutet, dass Händler ihr Engagement reduzieren, bevor die wichtigsten Makrosignale eintreffen.
GugaOnChain hob auch eine moderate negative Korrelation zwischen Bitcoin und Rohöl in der vergangenen Woche hervor, wobei BTC in diesem Zeitraum um etwas mehr als 5 % gestiegen ist, während Öl unverändert blieb. Laut dem Analysten bleiben die Energiemärkte ein Referenzpunkt für Inflationserwartungen, die wiederum in Liquiditätsbedingungen einfließen, die Bitcoin und andere Risikoanlagen beeinflussen.
Sie schlossen mit einer direkten Bewertung der aktuellen Situation:
Am Markt stieg der Preis der führenden Kryptowährung in den letzten 24 Stunden um etwa 0,6 % und bewegte sich in einer engen Spanne zwischen 87.000 $ und 89.000 $. Bei größerer Betrachtung ist der Vermögenswert in der vergangenen Woche um etwa 3,6 % und über zwei Wochen um fast 4 % gefallen, obwohl der breitere Kryptomarkt flach geblieben ist.
Auf monatlicher Basis liegt BTC geringfügig höher, bleibt jedoch im Jahresvergleich etwa 12 % niedriger und fast 30 % unter seinem Allzeithoch, das im Oktober letzten Jahres erreicht wurde, als es über 126.000 $ stieg.
Diese Underperformance erfolgt, während institutionelle Zuflüsse ungleichmäßig bleiben. Ein aktueller CoinShares-Bericht zeigte, dass 405 Millionen $ innerhalb einer Woche aus Bitcoin-verbundenen Anlageprodukten abflossen, was ein reduziertes Engagement widerspiegelt, da die Erwartungen kurzfristiger Fed-Zinssenkungen schwanden.
Zu diesem Zeitpunkt sagten Analysten bei QCP Capital, dass BTC Schwierigkeiten hatte, Gewinne zu halten, selbst wenn es durch traditionell positive Makro-Narrative unterstützt wurde, und verwiesen auf anhaltenden Verkaufsdruck während der US-Handelszeiten.
Während Händler auf Klarheit über die Fed-Leitlinien und Inflationssignale im Zusammenhang mit Energiepreisen warten, deutet die enge Spanne von Bitcoin darauf hin, dass die Überzeugung begrenzt ist. Allerdings scheinen sich sowohl Krypto- als auch traditionelle Märkte darauf zu konzentrieren, den politischen Ton aufzunehmen, anstatt kurzfristige Bewegungen zu verfolgen.
Der Beitrag Super-Mittwoch: Werden die Fed und Öldaten massive Bitcoin-Volatilität auslösen? erschien zuerst auf CryptoPotato.

