Der XRP-Kurs ist unter 2 USD gefallen. Damit sind fast alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder verloren gegangen. Da die Börsen-Bestände gleichzeitig angestiegen sind, wachsen die Sorgen über weitere Kursverluste.
Der Rückgang kam zusammen mit einer schwächeren Stimmung auf dem Gesamtmarkt, denn geopolitische Spannungen haben Anleger vorsichtig gemacht. Viele Analysten bleiben für 2026 allerdings weiterhin bullisch gegenüber dem Coin.
CryptoQuant Daten zufolge sind die XRP-Reserven auf großen Krypto-Börsen wie Binance und Upbit im Januar 2026 stark gestiegen.
Das Diagramm zeigt, dass Anleger seit Jahresbeginn regelmäßig XRP auf Börsen eingezahlt haben. Deshalb stiegen die Bestände auf Binance auf 2,72 Milliarden Token. Upbit hält sogar fast 6,3 Milliarden. Insgesamt machen die Reserven der Börsen nun fast 10 Prozent des Umlaufs aus.
Besonders auffällig ist, dass zwischen den Upbit-Beständen und dem XRP-Kurs eine umgekehrte Verbindung sichtbar ist. Seitdem die Reserven bei Upbit Anfang Januar gestiegen sind, ist der Kurs von 2,40 USD auf 1,83 USD gefallen. Dieser Trend zeigt, dass Anleger aus Korea den Kurs stark beeinflussen.
Ein weiterer wichtiger Wert aus der Blockchain ist der „Whale Exchange Transactions“ (bei Binance), welcher zeigt, wie oft große Inhaber – sogenannte Wale – XRP zwischen ihren Wallets und den Börsen bewegen. Dies wiederum deutet darauf hin, wie aktiv große Anleger den Token einzahlen oder abziehen.
Wenn die Reserven auf Börsen steigen und gleichzeitig auch die Transaktionen von Walen zunehmen, kann das für mehr Verkaufsdruck sorgen. Die Daten lassen vermuten, dass immer mehr Wale ihre Bestände auf die Börsen verschieben.
Außerdem haben XRP ETFs seit ihrem Start im November 2025 nur an zwei Tagen Abflüsse verzeichnet. Der erste Tag war der 7. Januar, als 40,80 Millionen USD aus den Fonds abgezogen wurden. Der zweite Tag – der höchste Betrag überhaupt – war der 20. Januar mit 53,32 Millionen USD. Die meisten davon kamen aus Grayscales GXRP. Die Verkäufe am 20. Januar wurden vor allem durch die Strafzoll-Androhungen von Präsident Trump gegen europäische NATO-Mitglieder ausgelöst. Das führte zu einer riskanten Stimmung am US-Markt und löste Verkäufe aus.
Eine aktuelle Analyse von BeInCrypto macht deutlich, dass es meist eine Pause oder einen Rückgang bei der Nachfrage von großen Anlegern gibt, wenn die Mittelzuflüsse ausbleiben oder sogar negativ werden.
Inzwischen hat XRP fast alle Gewinne aus dem Jahresbeginn wieder verloren und bewegt sich nun knapp über der wichtigen Unterstützung bei 1,88 USD. Frühere Analysen warnten davor, dass ein Bruch dieser Marke einen weiteren 45 Prozent Rückgang auslösen und den Kurs womöglich unter 1 USD drücken könnte.
Trotz dieser Risiken gibt es einige positive Aspekte, die diesen potenziellen Verkaufsdruck abfedern könnten. Ein aktueller Bericht von Token Relations hebt hervor, dass die Umsätze mit XRP ETFs im Januar klar gestiegen sind. Zudem steigt das Interesse an DeFi-Produkten auf dem XRP Ledger (XRPL).
Trotz dieser zwei Tage mit Abflüssen liegen die gesamten Mittelzuflüsse am 23. Januar noch bei 1,23 Milliarden USD und das gesamte Nettovermögen beträgt 1,36 Milliarden. USD. Analysten sagen, dass die Abflüsse eher durch die allgemeine Stimmung am Markt entstanden sind und nicht durch einen grundlegenden Stimmungswechsel gegenüber XRP.
In letzter Zeit baut Ripple die Anwendungsmöglichkeiten von RLUSD, einem Stablecoin auf dem XRP Ledger, weiter aus. Das geschieht unter anderem durch Partnerschaften mit verschiedenen Ländern und Institutionen. Diese positiven Entwicklungen können den XRP-Kurs stärken. Bleibt der Token-Preis über 1,88 USD und fließen weiterhin Gelder in ETFs, ist ein erneuter Test von 2,40 USD möglich. Bricht der Kurs allerdings unter die Unterstützung, richtet sich der Blick auf 1,25 USD.
Der Beitrag XRP-Reserven auf Binance & Upbit steigen im Januar stark – droht ein weiterer Ausverkauf? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


