Nachdem Ethereum (ETH) gestern kurz über die 3.000-USD-Marke gestiegen ist, ist der Kurs wieder darunter gefallen. Dies passiert aktuell wegen der großen Schwankungen am Kryptomarkt.
Analysten fragen sich nun, wo Ethereum einen Boden finden könnte. Mit Hilfe von technischer Analyse, Daten aus der Blockchain und Theorien zu Marktzyklen gibt es verschiedene mögliche Szenarien, wie sich die nächste größere Kursbewegung entwickeln könnte.
Die jüngste Kursbewegung zeigt, wie unsicher die Stimmung am ganzen Kryptomarkt gerade ist. Steigende und sinkende geopolitische Spannungen sorgen für starke Schwankungen.
Laut Marktdaten von BeInCrypto ist Ethereum, die Nummer zwei unter den Kryptowährungen, in den letzten 24 Stunden um 1,67 Prozent gefallen. Beim Schreiben dieses Artikels liegt der Kurs von Ethereum bei 2.970,87 USD.
Analyst Ted Pillows meinte, dass ein klarer Sprung über den Bereich von 3.000 bis 3.050 USD den Weg zum Bereich bei 3.200 USD freimachen könnte. Gelingt das nicht, könnte Ethereum auf neue Jahrestiefs fallen.
Außerdem geben auch andere Analysten ihre Einschätzungen für ein Kurstief bei Ethereum ab. Der CryptoQuant-Analyst CW8900 hat beobachtet, dass der durchschnittliche Kaufpreis von langfristigen Anlegern („accumulation addresses“) weiter steigt. Er ist nun fast so hoch wie der aktuelle Marktpreis.
Diese Entwicklung zeigt, dass große Investoren, die oft als Wale bezeichnet werden, weiterhin Coins kaufen und nicht aussteigen.
Der Analyst erklärte zudem, dass Ethereum bisher nicht unter diese Preismarke gefallen ist. Daher versuchen die Wale offenbar, diesen Bereich durch Käufe zu verteidigen. Laut den Daten schätzt CW, dass selbst bei weiter sinkenden Kursen ein möglicher Boden bei etwa 2.720 USD entstehen könnte.
Aus technischer Sicht sagte der Trader Kamran Asghar , dass ETH nun schon zum dritten Mal ein großes, rundes Wochentief gebildet hat. Nach den letzten beiden Malen folgten Kursanstiege. Das könnte also wieder ein Zeichen für einen möglichen Anstieg sein.
Auf längeren Zeiträumen erkennen andere Analysten ähnliche Umschwung-Muster. Laut Analyst Bit Bull bildet Ethereum vermutlich eine sogenannte Doppeltief-Struktur und auf dem Monats-Chart ein umgekehrtes Kopf-Schulter-Muster. Beides sehen viele Experten als bullische Umkehrsignale in der Charttechnik.
Am Ende verweist Analyst Matthew Hyland noch auf wiederkehrende Muster in den Marktzyklen. Er glaubt, dass Ethereum aktuell in eine neue Phase seines Marktzyklus startet.
Demnach folgt ETH einem Muster von dreieinhalb Jahren , anders als der vierjährige Halbierungszyklus von Bitcoin. Hyland stellt fest, dass der zyklische Tiefpunkt wohl im vierten Quartal 2025 gesetzt wurde.
Zusammengefasst sind sich die Analysten zwar nicht einig, doch zeigen mehrere Daten: Ethereum könnte sich einem wichtigen Wendepunkt nähern. Trotz weiter hoher Schwankungen deuten Daten aus der Blockchain, Chartmuster und Zyklen darauf hin, dass fallende Kurse wieder neue Käufer anlocken könnten. Das kann auch die nächste größere Kursbewegung von Ethereum vorbereiten.
Der Beitrag Wo liegt das Ethereum-Tief? Analysten bewerten On-Chain- und Chart-Signale erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

