Der amerikanische Markt für Krypto-Derivate steht kurz vor einer bemerkenswerten Erweiterung. Die CME Group – seit Jahren die dominierende Kraft im Bereich regulierter Bitcoin (BTC)- und Ethereum (ETH)-Futures – öffnet sich nun auch für mehrere bedeutende Altcoins.
Die CME Group ist eine große, regulierte US-Börse, an der hauptsächlich professionelle Anleger handeln. Futures sind Verträge, mit denen man auf den Preis von Kryptowährungen spekulieren kann, ohne die Coins selbst zu besitzen.
Der Fokus des Finanzriesen verlagert sich damit allmählich von Bitcoin allein hin zu einem breiteren Kryptoangebot innerhalb der traditionellen Finanzwelt.
In einer offiziellen Mitteilung gab die CME Group bekannt, dass sie plant, Futures-Kontrakte für Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Stellar (XLM) einzuführen. Der Start ist für den 9. Februar vorgesehen.
Ab diesem Datum – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden – können Anleger über die CME Group auf die Preisentwicklung dieser Altcoins spekulieren, ohne sie direkt zu halten.
Mit diesem Schritt erweitert die CME ihr bestehendes Angebot an Krypto-Derivaten, das bereits Futures und Optionen auf Bitcoin, Ethereum sowie kürzlich hinzugefügte Produkte für Solana (SOL) und XRP umfasst.
Die neuen Kontrakte werden sowohl in Standard- als auch in Mikrovarianten angeboten. Das ermöglicht es Anlegern, zwischen kleineren und größeren Positionen zu wählen – abhängig von ihrem individuellen Risiko- und Investitionsprofil.
Bei Cardano werden etwa Kontraktgrößen zwischen 10.000 und 100.000 ADA verfügbar sein. Ähnliche Bandbreiten gelten für Chainlink- und Stellar-Futures.
Besonders die Mikro-Futures deuten darauf hin, dass die CME nicht nur institutionelle Investoren, sondern auch aktive Privatanleger ansprechen möchte, die innerhalb eines regulierten Rahmens handeln wollen.
Futures ermöglichen es, auf Preisbewegungen zu setzen, ohne die zugrunde liegenden Token zu besitzen. Sie werden häufig zur Absicherung von Risiken oder für kurzfristige Spekulation genutzt.
Dass diese Produkte nun auch für mehrere Altcoins angeboten werden, zeigt das wachsende Interesse an regulierten Krypto-Investments.
Laut Martin Franchi, CEO der Retail-Handelsplattform NinjaTrader, ist diese Entwicklung Teil eines größeren Trends: Digitale Vermögenswerte finden zunehmend Eingang in klassische Anlageportfolios – auch außerhalb des Krypto-Sektors.
„Digitale Assets stehen an einem globalen Wendepunkt“, sagte er mit Blick auf die steigende Nachfrage nach regulierten Produkten und der wachsenden Auswahl für Trader.
Der Zeitpunkt der Einführung ist kein Zufall: Kürzlich kündigten CME und Nasdaq an, ihre Krypto-Benchmarks in der Nasdaq-CME Crypto Index zu bündeln.
Dieser Index bildet mittlerweile nicht nur Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) ab, sondern auch XRP, Solana, Chainlink, Cardano und Avalanche – und ergänzt damit das neue Futures-Angebot perfekt.
Dennoch bleibt der US-Markt für Krypto-Derivate vorsichtig. Das meiste Handelsvolumen entfällt nach wie vor auf Bitcoin und Ether. Andere Anbieter wie Coinbase und Kraken stellen US-Kunden primär CME-Produkte zur Verfügung.
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