Der XRP-Kurs ist nach einem starken Jahresstart deutlich zurückgegangen. Seit dem Hoch am 6. Januar ist der Kurs um mehr als 14 Prozent gefallen. Trotzdem liegt XRP in den letzten sieben Tagen etwa 11 Prozent im Plus. Das zeigt, dass es sich eher um eine Korrektur als um einen Absturz handelt.
Jetzt ist nicht die Größe des Rückgangs wichtig, sondern wer verkauft und wer die Coins aufnimmt.
Vom 18. Dezember bis zum 9. Januar stieg der XRP-Kurs. Im selben Zeitraum fiel das On-Balance-Volume (OBV).
OBV zeigt, ob Volumen in einen Coin fließt oder abgezogen wird. Wenn der Kurs steigt, aber das OBV sinkt, bedeutet das, dass die echte Kaufkraft schwächer wird und Verkäufer während der Anstiege leise aktiv sind.
Wichtiger ist nun, dass das OBV aktuell auf eine absteigende Trendlinie mit immer tieferen Tiefs zusteuert. Bricht OBV unter diese Linie, kann der Verkaufsdruck noch weiter wachsen.
Das ist noch keine Bestätigung für einen Einbruch. Es zeigt aber, dass XRP seine erste bedeutende Verkaufswelle im Jahr 2026 erlebt, die wahrscheinlich durch Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg ausgelöst wird.
Daher stellt sich die Frage: Wenn jetzt verkauft wird, wer verkauft eigentlich? Und noch wichtiger: Wer nimmt diesen Verkaufsdruck auf, nachdem eine Erholung den Rückgang gestoppt hat? Denn XRP zeigt in den letzten 24 Stunden kaum Bewegung.
Daten auf der Chain zeigen, dass die Verkäufe nicht von langfristigen Überzeugungshaltern kommen.
Die „Hodler Net Position Change“-Kennzahl misst, ob Langzeit-Hodler Coins kaufen oder verkaufen. Seit dem 5. Januar haben Langzeit-Hodler ihre XRP-Bestände von 47,4 Millionen auf 55,4 Millionen XRP erhöht. Das ist ein Zuwachs von etwa acht Millionen XRP beziehungsweise 17 Prozent – und das in einer Phase, in der der Kurs gefallen ist.
Auch große Wale verhalten sich ähnlich. Wallets mit 100 Millionen bis 1 Milliarde XRP haben ihren kombinierten Bestand seit dem 6. Januar von 8,34 auf 8,52 Milliarden XRP angehoben.
Das ist ein Anstieg um 180 Millionen XRP – fast 390 Mio. USD an Kaufdruck. Das ist wichtig, denn so wird die Verkaufswelle von starken Händen aufgenommen und löst keinen Panikverkauf aus.
Da Langzeit-Hodler und Wale kaufen, kommt der Verkaufsdruck wohl eher von kurzfristigen Tradern.
Auch wenn darunter gesammelt wird, muss der Kurs erst das Angebot darüber überwinden.
Daten zur durchschnittlichen Kaufbasis zeigen, dass der erste große Widerstand bei etwa 2,15 USD liegt. Dort haben viele Anleger ihre Coins gekauft. Ein klarer Anstieg über diese Marke würde zeigen, dass der kurzfristige Verkaufsdruck nachlässt.
Das nächste und wichtigere Level ist 2,41 USD. An dieser Stelle begann der letzte Abverkauf, außerdem liegt dort ein besonders großes Angebot.
Die Angebots-Cluster passen zu den Kursbereichen im XRP-Chart. Der nächste Widerstand liegt nahe bei 2,15 USD (genau 2,149 USD). Ein Tagesschluss über 2,41 USD würde das Risiko nach unten deutlich verringern und den Weg zu 2,69 USD wieder öffnen.
Nach unten ist 1,97 USD die wichtigste Unterstützung. Bleibt der Kurs darüber, bleibt auch die gesamte Struktur stabil. Fällt der Kurs darunter, würde das zeigen, dass Kaufinteresse nachlässt und der Verkaufsdruck steigt.
Im Moment befindet sich XRP in einer kontrollierten Rücksetzphase. Das Handelsvolumen zeigt, dass Verkaufsdruck angekommen ist. Dennoch kaufen langfristige Anleger und große Investoren weiterhin. Solange diese Akkumulation anhält und wichtige Unterstützungen halten, wirkt diese Korrektur wie eine kurze Pause im Trend, nicht wie eine Warnung.
Der Beitrag XRP fällt um 14 Prozent: Erste Verkaufswelle 2026 startet – Trend bleibt stabil erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


